Bei Dutch-Auktionen bringt der Verkäufer mehrere
identische Artikel zur Versteigerung.
Der Verkäufer legt den Mindestpreis (das Ausgangsgebot)
fest und gibt die Anzahl der angebotenen Artikel an.
Die Bieter geben jeweils für die gewünschte Anzahl der
Artikel Ihre Gebote in Höhe des Mindestpreises oder
darüber ab.
Nach Auktionsende erhalten die Meistbietenden ihre
ersteigerten Artikel zum Betrag des niedrigsten
erfolgreichen Gebots.
Beispiel:
Nehmen wir an, es stehen 10 Videorecorder für je 250,00 DM
zum Verkauf. 25 verschiedene Mitglieder bieten 250 DM für
je einen Fernseher. In diesem Fall sind nur die ersten 10
Bieter erfolgreich, da die Gebote identisch sind und
frühere Gebote Vorrang haben.
Nehmen wir an, eines der Mitglieder bietet 275,00 DM für
einen Fernseher.
Da dieses Gebot höher ist als alle anderen, wird dieses
Mitglied mit Sicherheit zu den erfolgreichen Bietern
gehören.
Die anderen 9 Fernseher gehen an die ersten Bieter, die
250,00 DM bieten, und der Endpreis jedes Videorekorders
beträgt 250,00 DM.
Wenn genügend Bieter den Mindestbetrag überbieten, erhöht
sich auch der Endpreis des Artikels.
Wenn in unserem Beispiel aber weniger als 10 Mitglieder
bieten, dann wird nur diese Anzahl von Videorekordern zum
Eröffnungspreis
von 250,00 DM verkauft. Damit der Verkaufspreis über den
vom Verkäufer festgelegten Eröffnungspreis hinaus steigen
kann,
muss die Nachfrage mindestens so hoch sein wie die
vorhandene Stückzahl. In unserem Beispiel würde der
Verkaufspreis nur steigen,
wenn für 11 oder mehr Videorekorder Gebote abgegeben
würden, unabhängig davon, wie hoch die Gebote wären.
Möglicherweise erhält der Bieter einer Dutch-Auktion mit
dem niedrigsten Gebot nicht die gesamte Stückzahl,
für die er geboten hat: In einem solchen Fall kann sich
ein Bieter das Recht vorbehalten, eine Teilmenge
nicht kaufen zu müssen. Dann kann sich der Verkäufer an
den nächsten Bieter wenden, sofern es weitere Bieter gibt.